Anfrage: Einfachere Verfahren für Wärmepumpen

Heute habe ich im Kantonsrat eine Einfache Anfrage eingereicht, die ein zentrales Anliegen der Energie- und Klimapolitik betrifft: Die Bewilligungsverfahren für Wärmepumpen im Kanton St.Gallen sollen modernisiert und deutlich vereinfacht werden.

Der Ersatz fossiler Heizsysteme ist einer der wirksamsten Schritte zur Erreichung unserer kantonalen Energie- und Klimaziele. Dennoch sind die Verfahren heute oft unnötig komplex, zeitaufwendig und für Hauseigentümerinnen, Hauseigentümer und Gewerbe wenig praxistauglich. Das zeigt sich besonders in Havariefällen, in denen Heizungen rasch ersetzt werden müssen und jede Verzögerung spürbar wird.

Mehrere Kantone wie Zürich, Schaffhausen und Baselland haben bereits Melde- oder Anzeigeverfahren für bestimmte Wärmepumpentypen eingeführt. Auch der Thurgau prüft entsprechende Vereinfachungen. Das Bundesrecht steht solchen Lösungen nicht entgegen und gibt den Kantonen genügend Spielraum, Verfahren effizienter zu gestalten. Für mich ist klar: St.Gallen sollte diesen Weg ebenfalls gehen und den Umstieg auf erneuerbare Wärme nicht länger durch administrative Hürden bremsen.

Mit meinem Vorstoss fordere ich die Regierung deshalb auf darzulegen, wie Bewilligungsverfahren vereinfacht, Meldeverfahren geprüft und digitale Instrumente genutzt werden können, damit Lärmschutz- und Vollzugsanforderungen effizient erfüllt werden. Vereinfachte Verfahren würden den Heizungsersatz beschleunigen, Gemeinden entlasten und einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.

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