Der Kantonsrat St.Gallen hat die Motion «Möglichkeit einer Personalaufwandsteuerung für Gemeinden» ohne Gegenstimme überwiesen. Damit setzt das Parlament ein klares Zeichen für eine moderne, wirkungsorientierte Steuerung der Personalkosten auf kommunaler Ebene.
Die Motion ermöglicht es Gemeinden künftig, auf freiwilliger Basis ein bewährtes Instrument zu nutzen, das der Kanton seit Jahren erfolgreich anwendet: die Trennung zwischen steuerbarem Sockelpersonalaufwand und bedarfsgesteuertem, durch externe Faktoren beeinflusstem Aufwand. So wird sichtbar, wo politische Steuerung sinnvoll ist – und wo nicht.
Gerade für Parlamentsgemeinden schafft dieses Modell mehr Transparenz, entlastet Budgetprozesse von Detaildiskussionen und stärkt die strategische Steuerung. Gleichzeitig bleibt die Gemeindeautonomie gewahrt: Ob und wie eine Personalaufwandsteuerung eingeführt wird, entscheiden die Gemeinden selbst.
Mit der Überweisung der Motion wird nun der Weg frei, die nötigen gesetzlichen Grundlagen zu schaffen. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einer zeitgemässen, professionellen Finanz- und Personalpolitik in unseren Gemeinden.

Weitere Infos zur Motion Sarbach-Wil/ Egli Dominik-Wil/ Cozzio-St.Gallen/ Keller-St.Gallen(29Mitunterzeichnende): https://www.ratsinfo.sg.ch/gremium/468/geschaefte/6541
