Wie gestalten wir Entwicklung, Arbeitsplätze und Lebensqualität in den kommenden Jahrzehnten? Genau darum geht es bei Wil West.
Das Projekt ist das Resultat einer langen Auseinandersetzung. Heute liegt ein regional abgestimmter Ansatz vor, der ökologische Anliegen ernst nimmt und klare Nachhaltigkeitskriterien für Bau und Betrieb vorsieht.
Oft wird eingewendet, es gebe genügend eingezonte Flächen. Doch eingezont heisst nicht automatisch verfügbar. Die meisten Parzellen sind kleinteilig, blockiert oder nicht geeignet. Eine verantwortungsvolle Raumplanung muss verdichtet stattfinden können – und sie braucht regionale Koordination.
Wil West bündelt die Entwicklung an einem gut erschlossenen Ort und ist eingebettet in das Agglomerationsprogramm der Regio Wil. Damit verbunden sind Investitionen in den öffentlichen Verkehr, neue Veloverbindungen sowie Entlastungsmassnahmen für die Ortszentren – mit Beteiligung des Bundes.
Ja, es geht um wertvolle Fruchtfolgeflächen. Das ist ein echter Zielkonflikt. Umso wichtiger ist, dass über das gesetzliche Minimum hinaus mittels Bodenaufwertungen kompensiert und auf Neueinzonungen verzichtet wird.
Gleichzeitig eröffnet Wil West Möglichkeiten, zentrale Lagen für Wohnen und Mischnutzungen freizuspielen. Das stärkt die Innenentwicklung und schafft Perspektiven für lebendige Innenstädte.
Ein Nein stoppt die wirtschaftliche Entwicklung nicht. Sie wird sich vielmehr unkoordiniert verteilen – mit mehr Flächenverbrauch, mehr Kulturlandverlust, mehr Verkehr und weniger Einfluss auf Qualität. Zudem ginge Planungssicherheit verloren, die für Unternehmen, Gemeinden und die Region zentral ist.
Wil West ist ein verantwortungsvoll ausgehandelter Weg. Darin liegt eine echte Chance für unsere Region und die Ostschweiz – wenn wir sie nutzen.
Michael Sarbach
Kantonsrat, Fraktionspräsident GRÜNE prowil
