Rund 90 Ausstellerinnen und Aussteller luden am Samstag zum Entdecken, Mitmachen und Vernetzen an die Obere Bahnhofstrasse ein ein. Die dritte Wiler Gewerbestrasse bot eine bunte Mischung aus Handwerk, Kultur, Dienstleistung und Unterhaltung.
Vom Formel 1-Rennen über Lymphdrainage bis zum Malen nach Zahlen – die 90 Ausstellenden an der Gewerbestrasse Wil hatten schier unzählige Aktivitäten für die Besuchenden vorgereitet. Das Ziel: «Sehen und gesehen werden», wie Anja Hämmerli vom «Praxis Zentrum Wil» betont, während ihre Kollegin Sandra Gasser bei einer Person ein Q-Lift durchführt. Die Gemeinschaftspraxis war das erste Mal an der Gewerbestrasse dabei.
Diese fand am Samstag zum dritten Mal statt. Malergeschäfte, Banken, Elektriker, Versicherungen, Praxen und viele mehr – darunter auch die Wiler Zeitung – verwandelten die Wiler Einkaufsstrasse mit ihren Ständen in ein geschäftiges Treiben. Viele Standbetreiber berichten, dass sie ihre Kontakte pflegen wollten.
«Uns ist wichtig, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen», sagt Nadine Benz, Leiterin Marketing und Kommunikation von s’Müller. Das Nageln an ihrem Stand ziehe immer Leute an. Am Stand der Spitex Gächter Pflege ist man erstaunt über das grosse Interesse des Publikums, während sich ein paar Stände weiter Ivan Ruggiero von T.Ruggiero & Söhne einfach über den Andrang freut.
Angebot für Klein und Gross
Dank des schönen Spätsommertages tummeln sich viele Menschen in der Stadt. Schon vor dem Mittag ist die Fussgängerzone von interessierten Besuchenden gefüllt. Sie schlenderen von Stand zu Stand, drehen die vielen Glücksräder, füllen Wettbewerbe aus, und lassen sich von der Gastronomie verpflegen.
So ist für alle etwas dabei: Während sich die Erwachsenen unterhalten, beschäftigen sich die Kleinen im riesigen Sandkasten, mit Spielen an den Ständen, Kinderschminken oder beim Präparieren von Kabeln mit Stecker.
Von Kultur bis zu Industrieprojekten
Zwei Stände stechen besonders hervor: der Gare de Lion und Wil-West. Peter Guler, Projektleiter von Wil-West erhofft sich, die Bevölkerung über das kommende Projekt zu informieren. «Viele wissen noch nicht genau, was wir wollen», deshalb sei er froh, dass er an der Gewerbestrasse mit den Leuten reden kann, bevor es zur Volksabstimmung kommt. Anhand eines 3D-Modells und Visualisierungen erklärt er die Pläne. Dass die Stadt Wil den Stand mit ihnen teilt, freut ihn besonders: «Das zeigt, dass die Stadt hinter uns steht», betont Guler.

Gegenüber ist der farbenfroh dekorierte Stand des Kulturverein Gare de Lion zu finden. Aus Lautsprechern ertönt Rock- und Indiemusik. Mittendrin stehen Mike Sarbach und Oliver Wiesendanger, die beide sehr zufrieden mit dem Event sind. «Obwohl wir ein Verein sind, zählen wir uns wegen unserer Gastronomie auch zum Wiler Gewerbe», erklärt Wiesendanger. Für sie sei es wichtig, Präsenz zu zeigen. Denn, obwohl es den Kulturbahnhof schon seit 1989 gibt, kamen schon viele am Stand vorbei, die den Verein noch nicht kannten, sagt Sarbach. Andere Besuchende hingegen kamen mit neuen Ideen und Inputs.
Quelle: Wiler Zeitung / Tagblatt, 31.8.2025, Ellen Saaro









