Am 8. März stimmen wir über die Klimafonds-Initiative ab. Als Familienvater erlebe ich im Alltag, wie wichtig verlässliche Zukunftsperspektiven sind – für Kinder genauso wie für unsere Gesellschaft insgesamt. Entscheidend ist, welche ökologischen und wirtschaftlichen Grundlagen wir hinterlassen.
Die Schweiz ist nicht auf Kurs, ihre Klimaziele zu erreichen. Selbst der Bund geht davon aus, dass die Ziele 2030 deutlich verfehlt werden. Es braucht jetzt zusätzliche Massnahmen.
Die Klimafonds-Initiative bringt Verlässlichkeit, Tempo und Versorgungssicherheit. Sie ermöglicht Investitionen in Gebäudesanierungen, klimafreundliche Mobilität und den Ausbau von erneuerbarer Energie. Genau dort, wo sie Wirkung entfalten: hier bei uns, im lokalen Gewerbe, bei KMU, im Handwerk und in der Industrie. Das stärkt die inländische Wertschöpfung und schafft Arbeitsplätze.
Ein weiterer Punkt ist zentral: Unabhängigkeit. Wer auf fossile Energie setzt, macht sich abhängig von autoritären Regimen und geopolitischen Krisen. Die Erfahrungen Europas mit russischem Gas haben das schmerzhaft gezeigt. Energie aus erneuerbaren Quellen im eigenen Land ist deshalb nicht nur Klimapolitik, sondern auch Sicherheits- und Standortpolitik.
Wir brauchen jetzt einen starken Investitionsimpuls und in einem zweiten Schritt ein konsequentes Verursacherprinzip. So weitermachen wie bisher ist keine Option – es wird uns mittel- und langfristig teurer zu stehen kommen.
Die Klimafonds-Initiative ist ein entscheidender Schritt für eine lebenswerte, zukunftsfähige und unabhängige Schweiz. Darum sage ich Ja.
Michael Sarbach, Kantonsrat, Fraktionspräsident GRÜNE prowil
Quelle: PolitTalk in den Wiler Nachrichten, 29.1.2026 / Bild: KI
