Die fetten Jahre sind vorbei: So reagieren die Wiler Ortsparteien auf das tiefrote Budget und die Steuerfusserhöhung.
[…] Eine Erhöhung des Steuerfusses – im Sinne eines Gesamtpakets mit Kosteneinsparungen – sei definitiv angezeigt, jedoch hätte Sarbach aus strategischen Gründen vorerst eine moderate Erhöhung um drei bis vier Prozentpunkte vorgeschlagen. Er sagt: «Es ist wahnsinnig schwierig, eine Mehrheit für eine Steuererhöhung zu finden.» Dies, zumal sich das Finanzproblem der Stadt nicht bis nächstes Jahr lösen werde, auch nicht mit sechs Prozentpunkten mehr Steuern.
Hingegen sollten sich nun alle Fraktionen zu den finanziellen Problemen der Stadt bekennen und einsehen, dass neben Sparmassnahmen auch eine Steuerfusserhöhung nötig ist. Sarbach sagt: «Besonders FDP und SVP, die damals gegen die Warnungen und den Willen des Stadtrats und des Parlaments eine Steuerfusssenkung verlangt haben.»
Der Grünen-Fraktionspräsident sieht Sparpotenzial in den Bereichen Personalaufwand, der Nutzung von Synergien und beim Verzicht auf teure externe Aufträge. Was er nicht wolle, seien noch mehr gestrichene Beiträge in Kultur, Sport und im Vereinsleben. «Mit verhältnismässig kleinen Beiträgen werden eminent wichtige Angebote für Stadt und Gesellschaft geschaffen», sagt Sarbach. «Dass dort noch mehr gespart wird, wollen wir verhindern.»
Quelle: Wiler Zeitung, Alain Rutishauser, 2.10.2025 // Bild: Michel Canonica

